Aktuelles!

Neuer Großnotfall!

02.01.2024

Am Freitag vor Weihnachten haben wir uns zusammen mit den Lonaninchen ins Auto gesetzt und sind drei Stunden zu einem Großnotfall gefahren. Eine Familie hielt über Monate einen unkastrierten Bock und eine Häsin zusammen in der Wohnung, die ständig Nachwuchs bekamen, logischerweise. Mittlerweile waren noch 14 Tiere übrig, ein paar hatte die Familie verkauft. Neuer Nachwuchs war aber bereits wieder auf dem Weg. Inzwischen waren die Kinder schon wieder zwischen 7 und 9 Monate alt, sodass der Bruder seine Schwester decken konnte. Die Tiere lebten alle frei in der Wohnung und wurden nur durch geschlossene Zimmertüren voneinander getrennt, was offensichtlich nicht funktionierte. Die Tiere hatten keine Toiletten, Häuschen oder Heu / Stroh, um Nester zu bauen. So warf am Dienstag bevor wir in die Wohnung gingen, eine Häsin 5 Junge hinter dem Elektroherd, wovon 4 leider verstarben. Nur ein Kleines überlebte, welches wir mitnehmen konnten. Doch auch dieses verstarb leider bei den Lonaninchen. Wir nahmen ALLE Tiere mit. Ein andere Option gab es für uns nicht. Ganz oder gar nicht. Wenn wir helfen, dann auch für langfristig. 

Zu uns zogen nur zwei Häsinnen, da wir kaum beheizte Plätze zur Verfügung haben. Den Rest der Tiere konnten die Lonaninchen unterbringen. Die beiden Häsinnen tauften wir Anastasia und Agatha. Anastasia stellte am ersten Weihnachtstag das Fressen ein. Es waren plötzlich ganz eindeutig Welpen im Bauch zu spüren. Wir fuhren in den Notdienst, Mittwoch ging es nochmal zum Tierarzt. Es wurden Ultraschall und Röntgenaufnahmen gemacht, die zeigten, dass Anastasia sechs lebende Welpen im Bauch trägt. Sie hatte extreme Schmerzen und musste alle paar Stunden medizinisch versorgt werden. Am Donnerstag bekam sie in einer sechsstündigen Geburt ihre Jungen. Fünf davon kamen leider tot zur Welt. Eines lebte. Anastasia produzierte jedoch keine Milch. Wir hatten keine Ersatzmutter und versuchten das Kleine per Hand aufzuziehen und weiterhin an die Zitzen der Mama anzulegen, in der Hoffnung, dass dies die Milchproduktion ankurbelt. Alle Versuche waren leider vergebens. Handaufzuchten bei Kaninchen sind super schwer und die Chancen stehen leider sehr schlecht. Am 31.12.2023 verstarb das Kleine in unseren Armen. 

Anastasia geht es mittlerweile deutlich besser. Sie hat sich komplett verändert, wieder richtige Lebensfreude und flitzt und klettert durchs Gehege. Ihre Schwester Agatha ist bisher unauffällig, sie befindet sich aber weiterhin in Trächtigkeitsquarantäne. Weitere 6 potentiell trächtige Weibchen und insgesamt 12 Kaninchen sitzen nun bei den Lonaninchen. Wir sind ihnen für ihre Unterstützung unfassbar dankbar! Sie haben bereits alle Kaninchen impfen lassen und die Böcke kastriert. Allein das sind gewaltige Kosten. Nun müssen wir abwarten, ob noch eines der Weibchen tragend ist. Wer die Lonaninchen unterstützen möchte, kann dies über folgende Wege tun:

 

IBAN: DE59 4036 1906 5233 5240 00
BIC: GENODEM1IBB

PAY PAL: lonaninchen@gmx.de

 

Wenn ihr auf dem Laufenden bleiben wollt, folgt uns doch gerne bei Instagram. Dort gibt es regelmäßige Updates zu Notfällen, Vermittlungstieren und unserer Arbeit. 

Der harte Winter kommt!

26.11.2023

 

Vor uns liegt wieder ein kalter, langer Winter. Eine Zeit, in der wir kaum etwas pflücken können und zudem noch unsere Futterquelle über unseren Gemüsebauern wegfällt, da auch dieser im Winter nichts erntet. Somit fallen wir wirklich von 100 auf 0. Wir müssen das gesamte Frischfutter kaufen. Die Preise steigen immer weiter an. Das merken alle Kaninchenhalter. Für uns ist es bei der Menge an Tieren immer sehr schwer, diese hohen Kosten stemmen zu können. Daher müssen wir jeden Winter, die Anzahl unserer Pflegeplätze reduzieren und um Spenden bitten, auch, wenn es uns sehr unangenehm ist.

 

Im Dezember wird es eine Spendenaktion geben, mit Produkten, die ihr für den guten Zweck ersteigern könnt. Schaut dafür gerne auf unserem Instagram-Profil vorbei. Bereits jetzt in der Vorweihnachtszeit haben wir dort selbstgemachte Adventskalender ersteigert. 

Ihr könnt uns aber auch anderweitig unterstützen. Auf der Internetseite von Grünhopper könnt ihr Guthaben für uns kaufen. Dies ist ab 5€ möglich. Wenn euch zum Beispiel noch 5€ bis zur versandkostenfreien Lieferung fehlen, legt doch die 5€ Spende in euren Warenkorb. So zahlt ihr anstatt der Versandkosten 5€ in unsere Spendenkasse. Das Geld landet als Guthaben auf unserem Grünhopper-Konto. Zu der Spendenaktion geht es hier lang.

 

Außerdem findet ihr aktuell im Fressnapf Greven, als auch im Fressnapf Rheine Wunschkarten unserer Kaninchen an den Weihnachtsbäumen. Ihr könnt dort unseren Kaninchen ihre Weihnachtswünsche erfüllen. 

Andere Spendenmöglichkeiten finden ihr hier.

Die Tierschutz-Projektwoche an der St. Marien Grundschule in Greven

30.09.2023

Wir durften am letzten Freitag vor den Herbstferien (29.09.2023) in der St. Marien Grundschule in Greven einen Vortrag über Kaninchen und unsere Notstation halten. Die Schule hat in der letzten Woche vor den Ferien eine Tierschutz-Projektwoche!

Dazu haben wir eine kleine Präsentation mit Quiz vorbereitet. Was ist gesünder? Trockenfutter oder Frischfutter? Leben Kaninchen lieber alleine oder mit Freunden zusammen? Wie viel Platz brauchen wohl zwei Kaninchen?

Es hat sich herausgestellt, dass wir schon richtige Experten dabei hatten. Die Kinder lagen fast immer richtig!
Um ein 6qm Gehege mal zu demonstrieren, haben wir ein 6qm großes Stück Stoff mitgebracht. Da lässt es sich viel besser drauf hüpfen, als auf einem 1qm kleinen Handtuch. Das durfte sogar ausprobiert werden!

Die Kinder hatten ganz viele Fragen und haben sich fleißig Notizen gemacht. Zum Schluss gab es für jedes Kind ein Ausmalbild zum Thema „Wie machst du uns glücklich“ und einen Flyer unserer Notstation.

Uns hat es sehr gefreut und überrascht, wie viel die Kinder schon selbst wussten oder sich erklären konnten. Natürlich ist es zu zweit viel schöner als alleine und den ganzen Tag in einem kleinen Käfig sitzen ist doch doof.
Kaninchen brauchen Freunde und viel Platz zum glücklich sein. Na klar! Ist doch kinderleicht, oder nicht? 

Unsere Vertsigerungsaktion bei Instagram

11.02.2023

Wir versteigern in der Zeit vom 12.02.2023 bis zum 28.02.2023 auf Instagram verschiedene selbstgemachte Produkte. Jeden Abend um 18:00 kommt ein neues Produkt online für das 48 Stunden lang in den Kommentaren mitgeboten werden kann. Der Erlös dieser Aktion kommt ausschließlich den Notnasen zu Gute. Schaut gerne mal vorbei und bietet mit!

und schon wieder Nachwuchs in der Notstation

Mama Marie wurde mit Papa Georg in einem kleinen Wannenkäfig gehalten. Zusammen hatten sie dort vielleicht 0,3m² Fläche. In dem einen Plastikhäuschen, das schon die Hälfte des Käfigs ausfüllte, versuchte Marie bereits das wenige Nistmaterial, welches ihr zur Verfügung stand,  zusammenzutragen, um dort ein Nest für ihre Geburt herzurichten. Da diese Ecke dann aber auch die einzige mit Einstreu gefüllte war, mussten die beiden sie auch als Toilette verwenden. So wäre Maries Geburtsprozess in diesem winzigen Käfig mit einem unkastrierten Rammler an ihrer Seite sehr wahrscheinlich nicht gut ausgegangen. 
Dank einer Melderín wurden wir auf diesen Notfall aufmerksam und konnten Marie und Georg noch vor der Geburt ihres Nachwuchses aus dem Käfig befreien und bei uns separat unterbringen. Beide wurden von uns geimpft, Georg kastriert. Am 26.12.2022 brachte Marie dann ihre Kinder zur Welt. Eins der Kleinen schaffte es leider nicht. Die anderen vier entwickeln sich seitdem glücklicherweise sehr gut. Es sind alles Rammler, welche von uns, sobald möglich, frühkastriert und geimpft werden. Nachwuchs bleibt bei uns mindestens 12 bzw. 16 Wochen. Die Kleinen haben also noch genug Zeit ganz in Ruhe bei Mama Marie groß zu werden. Für Georg haben wir bereits ein tolles Zuhause gefunden!

Unsere Vertsigerungsaktion bei Instagram

Wir versteigern in der Zeit vom 22.10.2022 bis zum 28.10.2022 auf Instagram verschiedene selbstgemachte Produkte. Der Erlös dieser Aktion kommt ausschließlich den Notnasen zu Gute. Schaut gerne mal vorbei und bietet mit!

Ein Kaninchenparadies im Matthias-Claudius-Haus in Reckenfeld

Wir durften ein ganz tolles Projekt unterstützen und begleiten. Im Seniorenheim Matthias-Claudius in Reckenfeld gibt es nun auch Kaninchen! Dort steht eine madersichere Voliere mit 21 m² Grundfläche, Sandkasten, Rasenfläche und liebevoller Einrichtung. Unsere drei Notnasen Noemi, Nemo und Nino durften am Sonntag, den 16.10.2022 einziehen. Ihr neues Zuhause hat ihnen sichtlich gut gefallen. 

Die Idee dahinter ist, das Zusammenleben von Mensch und Tier zu verbinden. So können die Kaninchen nicht nur beobachtet werden, die Bewohner des Seniorenheims können auch gemeinsam Wiese sammeln, Kaninchenmöbel bauen oder Beschäftigungen basteln. Die Tiere werden vom gesamten Team betreut und in den Alltag mit eingebunden. 

Besondern toll finden wir, dass hierbei voll und ganz auf die Bedürfnisse der Kaninchen eingegangen wurde. Sie müssen auf nichts verzichten und bekommen eine vollkommen artgerechte und liebevolle Betreuung. Eine wirklich gelungene Umsetzung und etwas, das wir uns in weiteren Senioren- oder Pflegeheimen wünschen würden!

Palliativ-Patientin Mila

Mila hatten wir bereits 2020 aus Käfighaltung befreit. Sie durfte dann in ein tolles Zuhause ziehen, in das auch später unser Schützling Mailo gezogen ist. Leider wurde Mila sehr krank und kam diesen Sommer zu uns zurück. Die Untersuchungen bei einer kaninchenkundigen Tierärztin zeigten, dass Mila mehrere riesengroße Baustellen hat. Veränderungen an der Gebärmutter & der Blase, Nierensteine, ein vergrößertes Herz, Arthrose, einen Abszess im Kiefer, Grauen Star, einen verstopften Tränen-Nasen-Kanal und verfaulte und entzündete Backenzähne.  

Eine OP würde Mila nicht mehr überstehen und die Frage wäre auch, wo wir anfangen sollen. Sie hat so viele Baustellen, dass einiges gemacht werden müsste. Wir haben uns deshalb dazu entschieden, Mila palliativ zu behandeln. Sie ist noch zu fit um sie jetzt schon gehen zu lassen. 

Mila bekommt nun starkes Schmerzmittel, alle zwei Tage eine Infusion, ihre kahlen Stellen werden weiter behandelt und sie bekommt hier nur noch Futter, welches sie nicht mehr zerkauen muss. Wir werden Mila hier noch einen möglichst schönen Lebensabend ermöglichen. Wer Milas Behandlung unterstützen möchte, kann gerne auf unserer Spendenseite vorbeischauen.

Impfungen auffrischen!!!

Auch diesen Sommer sind die Seuchen RHD 1, RHD 2 und Myxomatose wieder unterwegs. Denkt bitte daran die Impfung eurer Fellnasen rechtzeitig aufzufrischen! In speziellen Seuchengebieten kann man die Impfung auch schon früher als vorgeschrieben nachimpfen, um einen durchgängigen Impfschutz zu gewährleisten. Bitte kontaktiert dafür einen kaninchenkundigen Tierarzt.

Unser Zahnpatient Harri

Unserer Notnase Harri mussten auf Grund einer Entzündung die Schneidezähne gezogen werden. Beim Fressen beeinflusst ihn das kaum. Der Salat und die Wiese wird nun etwas kleiner geschnitten, dann kann er alles genau so gut futtern, wie bisher. Wir versuchen Harri ein schönes und schmerzfreies Leben zu ermöglichen. Dafür fehlt ihm allerdings noch eine Freundin oder vielleicht auch mehrere Freunde an seiner Seite. Harri befindet sich nun in der Vermittlung. Er sucht nach einem tollen, artgerechten Zuhause mit Menschen, die ihm das Essen kleinschneiden. Er ist ein wirklich lieber und aufgeweckter Kerl, hat keine Scheu vor Menschen und gleicht vom Charakter her eher einem Hund. Mit seiner lustigen Art verzaubert er uns jedes Mal aufs Neue.
Die Tierarztkosten für Harri belaufen sich aktuell schon auf über 300€. Bald folgt eine Folgeuntersuchung bei der eventuell noch der letzte versteckte Schneidezahn gezogen wird. Wenn du Harri mit einer Spende unterstützen möchtest, kannst du das gerne mit dem Verwendungszweck „Harri“ tun. Wie und wo du den Notnasen etwas spenden kannst, erfährst du hier.

Nachwuchs in der Notstation!

Mama Isa wurde mit einem unkastrierten Bock zusammen gehalten, bevor sie in unsere Notstation kam. Am 24.05.2022 hat Isa dann sieben Babys zur Welt gebracht. So süß die Kleinen auch sind, hätte man diesen Unfallwurf vermeiden können. Leider werden immer noch viele Böcke unkastriert abgegeben und die Halter werden nicht darüber informiert, wie schnell Kaninchen sich eigentlich vermehren können. Die Zwerge dürfen bei uns jetzt in Ruhe groß werden und suchen ab Mitte August ein neues Zuhause. Ihr findet sie dann auf unserer Vermittlungsseite.

Und noch ein Unfallwurf!

Auch Mama Nora wurde mit einem unkastrierten Bock zusammen gehalten, bei dem zuerst davon ausgegangen wurde, er sein ein Mädchen. Dies hatte zur Folge, dass die liebe Nora am 08.06.2022 sieben Kleine zur Welt gebracht hat. Die Geschlechter der Kleinen können wir schon erkennen. Es sind drei Jungs und vier Mädels. Sie haben schon Namen bekommen. 

Der Nachwuchs wird von uns rechtzeitig frühkastriert, damit sich so etwas nicht wiederholt. Auch diese sieben suchen zu Anfang September ein neues Zuhause. Ihr findet sie dann auf unserer Vermittlungsseite.

Kaninchengarten Greven n.e.V.


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